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1000 mal berührt
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Beitrag #1
1000 mal berührt
Die Geschichte hab ich schon vor längerer Zeit geschrieben. Ich bin zwar mit dem Schluß nicht so ganz zufrieden aber ansonsten ist sie denke ich ganz gut gelungen. Es ist eine meiner ersten Geschichten, also würde ich mich über Komentare und Kritik sehr freuen.

Da die Geschichte recht lang ist hab ich sie in zwei Teile aufgeteilt.

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Teil 1

„Na Süße, wie geht's denn so? Du willst sicher zu Sandy“, begrüßte mich Joey der ältere Bruder meiner besten Freundin und küßte mich auf die Wange. Wir kannten uns schon seit Sandy und ich klein waren, also schon ein paar Jährchen, also war es nichts ungewöhnliches. „Natürlich, glaubst du etwa ich würde dich besuchen. Nimmst du dich da nicht etwas zu wichtig!“ rief ich lachend als ich an ihm vorbei die Treppen zu Sandy's Zimmer hinauflief.

Als ich das Zimmer betrat, war Sandy noch am telefonieren und ich konnte nur Gesprächsfetzen aufschnappen „wirklich ... natürlich hab' ich Zeit ... wohin ... das klingt gut, wann ... ok, also bis später, ich freu mich ... Ciao.“ Kaum hatte sie aufgelegt und sprang sie mir schon wild quietschend in die Arme „Du glaubst nicht wer das gerade war. Jack!!! Er hat endlich angerufen und wir gehen heute aus. Oh... sorry ich habe ganz vergessen das wir doch heute mit den anderen ins TomCat wollten. Du bist doch nicht böse, oder?!“ sagte sie noch schnell als sie mein überraschtes Gesicht sah. Natürlich war ich ihr nicht böse, wie konnte ich auch, man bekommt nicht jeden Tag eine Einladung vom beliebtesten Jungen der Schule. Endlich hat es zwischen den beiden geklappt, Sandy und Jack haben ja schon das halbe Schuljahr ein Auge aufeinander geworfen, doch keiner hatte den Mut gefunden den ersten Schritt zu machen. „Aber was machst du denn dann, ich will nicht das du alleine weggehen mußt. Hey ich hab DIE Idee, du nimmst einfach Joey mit, der geht sicher gerne mit.“ „Wohin, wann und vor allem mit wem gehe ich gerne mit?“ sagte Joey der gerade am Zimmer vorbeiging und seinen Namen hörte. „ Ich hab' heute überraschend ein Date und jetzt müsste Kat alleine ins TomCat gehen, und da hab' ich gedacht du hättest sicher Lust mit ihr hinzugehen, oder?!“ Dem Augenaufschlag von Sandy konnte nicht mal ihr Bruder widerstehen. „Natürlich... war eh schon lange nicht mehr dort, wir werden die Tanzfläche schon zum Rauchen bringen. Vor allem mit so einem heißen Feger an meiner Seite wie dir.“ sagte Joey grinsend und sah mich dabei irgendwie komisch an. „Super ich freu mich, wird sicher lustig!“ jubelte ich, für meinen Geschmack etwas zu sehr, sicher freute ich mich das Joey mitging, aber was war mit mir los ich war richtig glücklich ihn heute Abend dabeizuhaben.

Jetzt blieb nur noch ein Problem, was sollte Sandy anziehen. Also wühlte sie in ihrem Kleiderschrank und präsentierte mir ständig neue Outfits, während ich auf ihrem Bett saß. Ich konnte Sandy's Problem nicht verstehen, sie sah in allem toll aus. Ihre langen blonden Locken umspielten ihr hübsches Gesicht mit der Stupsnase und den meerblauen Augen, auch ihre Figur war fast perfekt, bei ihr paßte einfach alles zusammen, sie war ein richtig strahlendes Wesen. Das sollte aber nicht heißen, daß ich mich in ihrer Gegenwart unscheinbar fühlte, ich war mit mir eigentlich ganz zufrieden, obwohl mir meine lange braunen glatten Haare etwas zu braun waren, einfach nichtssagend eben, aber ansonsten war ich eigentlich ganz zufrieden mit dem was ich im Spiegel sah. Wenn ich mich kurz beschreiben müßte würde ich sagen ich bin gut proportioniert, zwar nicht gertenschlank aber ich fand es paßte einfach zu mir.

Endlich hatte Sandy ein Outfit gefunden mit dem wir beide zufrieden waren, ein kurzes grünes Kleid und eine schwarze Jacke dazu. Sie sah wirklich sexy aus, da würde Jack sicher zu sabbern anfangen wenn er sie sieht, bei dem Gedanken mußten wir beide kichern. Obwohl es eigentlich nicht meine Art war mich fürs ausgehen aufzutakeln, war mir heute danach und ich suchte mir auch noch etwas aus dem Kleiderschrank aus. Enge Jeans mit einem ganz witzig gemusterten bauchfreien Shirt fand ich paßten am besten zu mir, ob es wohl Joey gefallen würde, wieso interessierte mich das denn, es war mir doch früher auch egal was er über mich dachte.

Kaum waren wir mit dem stylen fertig, läutete es schon an der Tür. „Sandy dein Typ wird verlangt!“ rief Mr. Sawyer Sandy‘s und Joey’s Vater. Ich wünschte Sandy noch viel Glück und Spaß, drückte sie noch und dann lief sie schon nach unten. „Danke Dad, das ist übrigens Jack.“ „Hi Jack, geht Kat denn nicht mit euch mit?“ „Nein sie geht später mit Joey weg, es kam ganz überraschend,“ sagte sie während sie leicht mit dem Kopf in Jack‘s Richtung deutete. „ Verstehe, na dann viel Spaß euch beiden und kommt nicht zu spät nach Hause.“ Er drückte seiner Tochter noch einen Kuß auf die Wange und schloß hinter ihnen die Tür.



„Hey Joey bist du schon fertig?“ fragte ich als ich sein Zimmer betrat. Es sah wie ein richtiges Jungenzimmer aus, überall lagen Kleidungsstücke herum und dazwischen entdeckte ich einige Comic-Hefte, was ich sehr lustig fand, da Joey immerhin schon fast 20 war. Joey stand nur in Shorts vor mir, was mir sonst eigentlich nichts ausmachte, ich kannte ihn eben schon fast mein ganzes Leben lang, aber heute war es irgendwie etwas anderes. Ihm schien es ähnlich zu gehen, denn er zog sich schnell noch eine Hose an, als ich mich auf sein Bett warf und ihn belustigt beobachtete wie er versuchte das passende Shirt zu finden. „Du könntest auch einen Kartoffelsack anziehen und es wären immer noch alle Mädchen hinter dir her,“ kicherte ich während ich mich in sein Bett kuschelte.

Ich weiß nicht wie oft ich schon in seinem Bett geschlafen habe, ich schlief fast 5 Tage die Woche bei Sandy, da gab es logischerweise manchmal doch auch Streit, und dann wanderte ich in Joey’s Zimmer aus und er überlies mir immer sein Bett und er schlief auf der Couch in seinem Zimmer. „Na toll du bist eine große Hilfe, einen Kartoffelsack hab ich leider nicht im Schrank … aber du kannst mir ja deinen borgen“ äffte er zurück. „Heute trägst du ihn ja offensichtlich nicht. Siehst echt süß aus,“ fügte er noch dazu, als er mein verdutztes Gesicht sah und lächelte mich irgendwie merkwürdig an. Endlich fand er das passende Shirt, von wegen Frauen brauchen so lange fürs stylen, und verließen lachend das Haus.



Im TomCat angekommen begrüßte ich erst einmal unsere Freunde und entschuldigte Sandy bei ihnen. Joey kannte eigentlich alle unsere Freunde, da er schon oft mit uns fortgegangen war, also stellte er sich zu unserer Runde und war schon bald im Gespräch mit einer meiner Freundinnen vertieft.

Ich ertappte mich dabei wie ich immer zu ihm hinüber schaute und versuchte herauszufinden worüber sie redeten. Meine Freundin himmelte ihn richtig an, was ich ja auch verstehen konnte, Joey war wirklich ein richtiger Mädchenschwarm. Groß, gut gebaut, braune, gelockte, kurze Haare, traumhaft braune Augen und ein wahnsinnig süßes Lächeln. Aber was noch viel wichtiger war man konnte mit ihm toll reden, er hörte einem richtig zu, ich habe schon immer über alle Probleme mit ihm reden können. Bei ihm war es einfach anders, er nahm mich ernst, obwohl ich fast 4 Jahre jünger war als er, ganz anders als mein älterer Bruder der mich nur für ein naives, junges Küken hielt und mir nie zuhörte.

Je länger ich Joey beobachtete, umso kribbeliger wurde ich, ich bekam richtig Herzklopfen als er einmal kurz zu mir rüber sah und mich anlächelte. „Nein, das kann nicht sein, ich kenne ihn schon so lange und jetzt das, ich kann mich doch nicht in ihn verlieben. Nein, nein, nein“, sagte ich leise zu mir selbst und stürmte auf die Tanzfläche um mich abzulenken und ihn zu vergessen. Schnell fand ich einen geeigneten Tanzpartner, mit dem ich natürlich richtig auf Tuchfühlung ging um nicht an Joey zu denken, was eigentlich auch ganz gut gelang.

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„...ja und dann war ich ganz oben auf der Cheer-Pyramide, das war echt hoch, ich hatte richtig Angst...“ Was hatte sie gerade gesagt? Jetzt labbert sie mich schon seit einer halben Ewigkeit mit ihren Cheerleader Geschichten voll, dabei würde ich viel lieber tanzen. Wo war denn Kat, ah dort auf der Tanzfläche mit einem ziemlich schmierigen Typen. Wahnsinn, konnte sie sich bewegen, sie sah immer richtig süß aus wenn sie tanzte.

Nicht das sie sonst nicht süß war, ihre langen Haare die sie sowohl offen als auch zusammengebunden tragen konnte, ihre tolle Figur, nicht so dürr wie die anderen, und dann ihre traumhaft schönen grünen Augen, in denen man versinken konnte, deren Strahlen nur noch von ihren Lächeln übertroffen wurde. Aber was bei ihr so besonders war, sie war irgendwie ernst nicht so kindisch wie andere 16 jährige, so wie meine Schwester die dauernd kichern musste, man konnte mit ihr auch über ernste Themen reden. Sie war einfach meine ... äh ich meine ... eine Traumfrau. Ich konnte nicht mehr länger zusehen wie dieser Typ sie anbaggerte, ich musste dazwischen gehen, also begann ich auch zu tanzen.

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Joey erlöste mich gottseidank von diesem anhänglichen Typen, denn langsam wurden mir seine Annäherungsversuch zu viel. Joey und ich tobten uns richtig auf der Tanzfläche aus und hatten eine Menge Spaß, bis dann eine langsame Nummer kam. Zuerst wollte ich gleich von der Tanzfläche runter, denn ein langsamer Tanz mit Joey hielt ich im Moment nicht für eine gute Idee, aber er lächelte mich an und zog mich an sich. Ich konnte nicht anders, ich kuschelte mich an ihn und genoss seine Nähe. Gegen Ende des Liedes drückte mich Joey etwas von sich weg, sah mir tief in die Augen und kam mit seinem Gesicht immer näher. Ich war mir sicher mein Herz würde gleich aus meiner Brust springen so aufgeregt war ich. ... nur mehr wenige Zentimeter, dann ...

Irgendein Dance-Song riss uns aus der romantischen Stimmung, wir machten uns schnell beschämt lächelnd voneinander los. Was wäre da fast passiert zwischen uns, ich war so verwirrt, es konnte doch nicht sein das er auch etwas für mich empfand, oder doch?

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Was hätte ich da beinahe getan, sie ist die beste Freundin meiner kleinen Schwester, das darf nicht sein. Sie ist doch auch wie eine Schwester für mich, ich kenn' sie doch schon ewig und jetzt das. Aber irgendwie hätte sie nichts dagegen gehabt, wenn ich sie geküsst hätte, das habe ich genau gespürt, was hatte das zu bedeuten? „Ganz ruhig Junge, komm' mal wieder runter. Am besten du lässt sie mal etwas allein, das bildest du dir sicher alles nur ein“, sagte ich zu mir selbst und holte mir erst mal was zu trinken.

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Als Joey von der Bar zurückkam hatte ich mich schon wieder beruhigt, und musste innerlich schon über meine dummen Gedanken lachen. Joey und ich, was für eine verrückte Idee, wir waren sicher besser als Freunde als als Liebespaar. Joey hatte scheinbar das selbe gedacht, denn es gab keine weiteren verfänglichen Situationen, wir hatten nur richtig Spaß zusammen und tanzten stundenlang. Nur bei langsamen Songs verließen wir grinsend die Tanzfläche. Dann wurde es auch schon höchste zeit nach Hause zu fahren.



„Willst du noch was trinken?“ fragte Joey mich als wir ins Haus gingen. „Ja warum nicht“, flüsterte ich zurück, da im Haus schon alle zu schlafen schienen. In der Küche setzte ich mich wie immer auf die Theke und schnappte mir einen Apfel aus der Schale hinter mir, und drehte ihn gedankenverloren in der Hand. „Wasser oder Saft? ... Hey ich hab' dich was gefragt, Wasser oder Saft“, riss mich Joey aus meinen Gedanken als er sich vor mich stellte. „Was ist denn so besonderes an dem Apfel?“ fragte er und untersuchte den Apfel ganz genau. Er sah dabei so witzig aus, dass ich sofort loslachen musste und er mir schnell die Finger auf den Mund legen musste, da ich zu laut wurde. Diese sanfte Berührung versetzte mir fast einen elektrischen Schlag und ich merkte, dass es ihm genauso ging, er stellte sich zwischen meine Beine und beugte sich über mich als er den Apfel zurück in die Schale legte. Er war mir ganz nah, ich konnte sogar sein Aftershave riechen, und schloss deshalb die Augen und schnupperte. Als ich sie wieder öffnete, war Joey mit seinem Gesicht direkt vor mir und sah mir in die Augen. Mein Atem ging immer schneller als er immer näher kam und ich merkte, dass es ihm genauso ging. Ich schloss meine Augen und spürte endlich seine Lippen auf den meinen.

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Ihre Lippen waren so weich und zart. Da sie nicht zurückwich wurde ich mutiger, drückte sie näher an mich, und als sie leicht den Mund öffnete, trafen sich unsere Zungen, das Gefühl war elektrisierend. Als sich unsere Zungen immer wilder umschlangen, fuhr ich langsam unter ihr Shirt und strich sanft über ihren Rücken. Ich spürte wie sie eine Gänsehaut bekam und sich näher an mich drückte, woraufhin ich mit meiner Hand nach vorne wanderte und vorsichtig ihren Busen berührte.

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Mein Herz raste, ich konnte es nicht glauben, Joey und ich! Er war so zärtlich und fordernd sogleich. Ich wurde fast bewusstlos als er ganz sanft über meinen Busen strich, so etwas hatte ich noch nie erlebt Er zog mich noch näher an sich heran indem er eine Hand auf meinen Hinterkopf legte. Da er zwischen meinen Beinen stand, konnte ich spüren, dass auch er ziemlich erregt war was mich nur noch verrückter machte.

Ich weiß nicht wie lange wir uns so vergnügten, doch plötzlich hörten wir wie jemand die Treppen herunter kam und machten uns erschrocken los. Joey stellte sich schnell hinter die Theke um seine Erregung zu verbergen und ich brachte mein Shirt wieder in Ordnung, schon wurde die Tür zur Küche aufgestoßen. „Hey ihr seid auch schon da, ich hab' mir schon Sorgen gemacht. Sandy ist schon seit 3 Stunden zu Hause.“ „ Ach wir haben beim … äh … tanzen einfach die Zeit vergessen“, antwortete Joey schnell und ich merkte wie ich rot anlief. „ Na macht ja nichts. Ich glaube Sandy schläft schon, am besten ihr schlaft in deinem Zimmer, Joey, dann weckt ihr sie nicht auf.“ „Wie … äh … ja das ist eine gute Idee ich will sie wirklich nicht aufwecken“, stotterte ich etwas verwirrt vor mich hin. Ich sollte bei Joey schlafen, jetzt nach allem was geschehen war, ich wurde nervös was würde passieren? Mr. Sawyer wünschte uns noch eine gute Nacht, wenn der wüsste, und ging wieder schlafen.

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„Puh, das war knapp“, war alles was ich herausbrachte, sie würde heute bei mir schlafen, was würde passieren. Sie war erst 16 und ich wusste nicht ob sie überhaupt schon Erfahrung hatte, über so etwas haben wir nie geredet. War es überhaupt richtig gleich mit ihr ins Bett zu steigen, wollte sie überhaupt, vielleicht würde sie es auch falsch verstehen und glauben ich wäre nur auf Sex aus. Das war aber nicht so, sie bedeutete mir viel zu viel um sie so auszunutzen. Scheinbar dachte sie gerade etwas ähnliches, das konnte ich an ihrem verwirrten Gesichtsausdruck erkennen. Als wir uns ansahen konnten wir nicht anders, wir mussten beide loslachen.

Als wir uns wieder beruhigt hatten, liefen wir Hand in Hand die Treppe hinauf und betraten mein Zimmer. Sofort schlug die Stimmung um, gerade waren wir noch richtig gut drauf, doch jetzt schauten wir uns nur mehr verlegen an. „Ok, nimm du wieder das Bett, ich schlaf' auf der Couch.“ „Ok“ antwortete sie leise und verschwand ins Bad. Hatte sie etwa enttäuscht geklungen oder war es doch Erleichterung in ihrer Stimme? Ich hatte nicht genug Zeit darüber nachzudenken, denn sie kam schon wieder zurück und setzte sie auf mein Bett. „Ich glaube wir sollten dann jetzt schlafen“, hörte ich mich sagen, verdammt wieso sagte ich so etwas, dass wollte ich doch gar nicht, na ja schon aber mit ihr. Ich machte es mir also auf der Couch bequem und drehte das Licht ab und hatte mich damit abgefunden alleine zu schlafen, als sich Kat räusperte. „… Äh … mir ist irgendwie kalt … willst du denn nicht zu mir ins Bett kommen … die Couch ist doch sicher auch nicht so bequem.“ Hatte ich da gerade richtig gehört, sie wollte mich in ihrem Bett? Natürlich ließ ich mich nicht lange bitten, schlüpfte unter ihre Decke und kuschelte mich an ihren warmen weichen Körper.

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Langsam drehte ich mich zu Joey um, unsere Lippen trafen sich und sofort war wieder diese Wärme in mir als sich unsere Zungen sich trafen und miteinander zu spielen begannen. Er strich mir langsam den Träger meines Nachthemds von der Schulter und küsste meinen Hals, unwillkürlich musste ich leise aufstöhnen, so etwas hatte ich noch nie erlebt, so viel Zärtlichkeit und Gefühl.

Ich hatte doch schon etwas Erfahrung in solchen Dingen und auch schon einige Male Sex gehabt, aber nie mit so viel Gefühl keiner brachte mich so um den Verstand wie Joey Berührungen. Meistens war es dann auch das Ende der Beziehung, nicht das ich mit jedem sofort ins Bett ging, so ein Mädchen war ich nicht, aber am Ende lief es immer darauf hinaus, dass mich die Jungen nur ins Bett kriegen wollten und dann verließen.

Langsam zog er mir mein Nachthemd über den Kopf und küsste meine Brust, doch als er mit seiner Hand langsam meinen Schenkel entlang fuhr und immer höher kam, erinnerte ich mich wieder an all meine gescheiterten Beziehungen, und bekam Angst, dass er mich auch verlassen könnte und nur das eine wollte. „Nein, heute noch nicht, wir haben noch viel Zeit“, flüsterte in sein Ohr und hielt sanft seine Hand fest. Ich hoffte, dass er mich verstehen und mich nicht für unreif halten würde. Er schaute mich zwar etwas enttäuscht an, zog mich jedoch dann an sich, küsste mich leidenschaftlich und kuschelte sich an mich. „Ich verstehe, ja wir haben noch viel Zeit … ich mag dich“, flüsterte er, „… ich mag dich sogar sehr.“ Mein Herz setzte einen Moment aus, er mag mich, „Danke … ich mag dich auch“, murmelte ich leise bevor wir aneinander gekuschelt einschliefen.



In der Früh wurde ich von einem Kuss geweckt, zuerst wusste ich nicht was los war, doch dann erinnerte ich mich an die aufregenden Ereignisse in der vergangenen Nacht. „Guten ... Morgen ... Kat ... hast ... du ... gut ... geschlafen?“ sagte Joey und küsste mich nach jedem Wort zärtlich auf den Mund. Ich hatte also nicht geträumt es war wirklich passiert. Sofort war wieder diese Spannung zwischen uns und wir fielen wild übereinander her. Doch dann hörten wir das sich im Haus etwas rührte, die andren waren auch schon wach. Da wir beide uns einig waren, dass vorerst niemand von unserer Beziehung wissen sollte, machen wir schnell fertig, küssten uns noch einmal und verließen das Zimmer.

„Na und wie war es gestern mit Jack?“ fragte ich Sandy sofort als wie die Küche betraten. „Es war wahnsinnig schön, wir waren essen, im Kino und sind dann noch spazieren gegangen. Ich bin so glücklich, wir sind jetzt ein Paar, ich glaube ich muss die ganze Zeit grinsen, es geht gar nicht anders, verstehst du“, sie senkte die Stimme, „und er kann küssen, das kannst du dir nicht vorstellen. Hey jetzt müssen wir noch jemanden für dich finden, dann können wir zu viert ausgehen. Wie war es eigentlich gestern, war mein Bruderherz eh nett zu dir?“ „Äh ... ja natürlich war er ... äh ... sehr nett zu mir, wir hatten gestern ... äh ... sehr viel Spaß, oder?“ stotterte ich vor mich hin während Joey und ich uns angrinsten. „Aber Schwesterchen, du weißt doch, dass ich immer nett bin und vor allem zu Kat“, gab Joey zurück und zwinkerte mir zu.

Den restlich Tag verbrachte ich mit Sandy, doch jedes Mal, wenn Joey und ich uns im Haus trafen, mussten wir einfach lächeln, ich vermisste seine Berührungen jetzt schon.



Ich wusste gar nicht wie sehr man einen Menschen vermissen kann, dabei waren es nur 2 Tage und ich wusste trotzdem nichts mit mir anzufangen vor lauter Sehnsucht. Das Schlimmste jedoch war, dass ich Kat in dieser Zeit zwar gesehen hatte, aber ich konnte ihr nicht nahe sein, konnte sie nicht küssen und nicht ihre zarte Haut berühren. Das war wie Folter.

Doch heute sollte es endlich anders werden, ich wusste, dass Sandy ein Date hatte und Dad lange arbeiten würde, also haben Kat und ich ausgemacht, dass sie vorbeikommen sollte. Sie erklärte Sandy, dass sie unbedingt alle Einzelheiten des Date nachher hören wollte und deshalb heute hier übernachten würde.

Nicht mehr lange, Jack würde Sandy abholen und dann hatten wir das Haus für uns ganz allein. Allein bei dem Gedanken wurde mir heiß und ich musste mich setzten um meine Erregung zu verbergen. So etwas war mir noch nie passiert, ich hatte noch nie so viel für eine Frau empfunden, und ich hatte doch schon einige Freundinnen, doch so tiefe Gefühle hatte ich noch nie zuvor, jetzt wusste ich was Liebe war.

Endlich läutete es an der Tür, Jack kam endlich Sandy abholen, wir wünschten ihnen noch viel Spaß und schlossen die Tür. Nachdem wir das Auto wegfahren gehört hatten, konnten wir uns nicht mehr halten. Sofort trafen sich unsere Lippen und unsere Zungen begannen ihr übliches Spiel. Wie von selbst fuhren meine Hände unter ihr Shirt und berührten ihren Busen. Ich merkte wie ihr das gefiel und als sie begann mir mein T-Shirt auszuziehen, verlor ich alle Hemmungen und tat das selbe bei ihr. Ich wollte sie spüren, schmecken und riechen, deshalb hob ich sie hoch und trug sie in mein Zimmer.

Die ganze Zeit konnten sich unsere Lippen sich nicht voneinander lösen, wir konnten einfach nicht anders. Sanft strich ich über ihren Rücken, ich spürte wie sehr sie das erregte, dadurch wurde ich mutiger und begann ihre Brust zu küssen und wanderte mit meiner Zunge immer tiefer. Als ich begann ihren Bauchnabel zu umkreisen zog sie mich leicht aber bestimmt zu sich nach oben. Ich war scheinbar zu weit gegangen, aber was sollte ich machen sie machte mich einfach so scharf.

„Ich will dich“, flüsterte sie atemlos in mein Ohr und ich spürte wie sie an meinem Gürtel herumspielte und ihn schließlich öffnete. Jetzt war es um mich geschehen, ich umarmte sie fest, hob sie hoch und drückte sie sanft aufs Bett.

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Er kniete über mir auf dem Bett und öffnete langsam die Knöpfe meiner Jeans. Ich wusste nicht wie mir geschah, so viel Zärtlichkeit hatte ich noch nie zuvor erlebt. Bei allen anderen war ich mir nie ganz sicher ob ich wirklich wollte, ob es das richtige war, aber bei ihm war ich mir hundertprozentig sicher ich wollte ihn ... und ich bekam ihn... .



Völlig außer Atem sahen wir uns in die Augen und mussten beide lächeln, es war einfach so schön gewesen. Sanft strich er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und küsste mich ganz vorsichtig so als wäre ich zerbrechlich. Ich kuschelte mich an seine Brust und legte den Arm um ihn, er strich mir zart durchs Haar und drückte mich fester an sich. „Liebst du mich?“ flüsterte ich unbewusst und hätte mich im nächsten Augenblick dafür selbst schlagen können. So etwas fragt man einen Mann einfach nicht, den Fehler hatte ich schon einmal gemacht und das war dann auch das Ende der Beziehung, „er fühlte sich dadurch von mir eingeengt“. Joey atmete scharf ein und ich zuckte unwillkürlich zusammen, ich wollte seine Antwort gar nicht hören.

„Da musst du noch fragen, merkst du es denn nicht?“ Als er das sagte drehte er mein Gesicht zu sich und küsste mich „Ich liebe dich“, er strich mir über die Wange, „Ich liebe dich mehr als alles andere.“ Er küsste mich noch einmal so sanft, dass ich danach nur noch ich liebe dich auch flüstern konnte, so wirr machten mich seine Berührungen und Küsse.



Als Sandy nach Hause kam, huschte ich gerade nochrechtzeitig in ihr Zimmer und begrüßte sie mir einem strahlenden Lächeln. Natürlich wollte ich alles über ihr Date wissen, ich hatte jedoch große Probleme ihren Ausführungen zu folgen, da ich dauernd an Joey und seine Küsse denken musste und vor mich hin grinste. Sandy fiel nach einiger Zeit auf, dass ich nicht bei der Sache war und wollte dann natürlich wissen was los war. „ Ich bin verliebt“ war alles was ich ihr sagen konnte, schon wollte sie mehr wissen. Ich konnte ihr klar machen, dass wir noch am Anfang der Beziehung standen und ich ihr deshalb noch nicht sagen wollte wer er war. „Aber wie er aussieht, das kannst du mir doch sagen“, sie sah mich flehend an. „Sehr gut, was glaubst du denn?“ gab ich lachend zurück, woraufhin ich mir einen Boxhieb in die Seite einfing. „Du bist gemein, dann sag mir wenigstens ob ich ihn kenne und wie alt er ist, bitte.“ „Na gut, also ich glaube schon, dass du ihn kennst ...“, ich musste mich zusammenreißen um nicht zu grinsen, „ ... und er wird bald 20.“ Sandy riss die Augen auf, sie war ganz begeistert das ich einen älteren Freund hatte. Sie zählte mir alle Vorteile auf dich ich haben würde, ganz abgesehen davon, dass mich alle in der Schule beneiden würden. Ich musste ihr das Versprechen abnehmen, dass sie sonst niemanden von meiner Beziehung erzählen sollte, ich wusste, wenn es noch jemand wissen würde, würde bald herauskommen, dass ich mit Joey zusammen war.

Ich glaube bei meinem Gespräch mit Sandy nahm ich das erste Mal den Altersunterschied zwischen Joey und mir wahr. Vorher hatte ich mir keine Gedanken gemacht, ich glaube es war mir einfach gar nicht wirklich aufgefallen, da er mich auch schon früher nie wirklich anders behandelt hatte nur weil ich jünger war. Doch jetzt schwirrte in meinem Kopf die Frage herum, ob es zwischen uns gut gehen konnte. ’Natürlich’ sagte ich zu mir selbst ’wie lieben uns doch, was sollen denn da knappe 4 Jahre ausmachen’. Wir würden sicher keine Probleme haben, wer sollte denn etwas gegen unsere Beziehung haben, meine Mutter oder sein Vater? Nein, ich war mir sicher dass sie einverstanden wären, wenn sie es wüssten. Doch ein kleiner Zweifel blieb.



Joey und ich waren glücklich, zwar waren unsere heimlichen Treffen etwas stressig zu organisieren, doch gerade das machte auch ein bisschen den Kick aus. Wir waren uns ja anfangs einig, dass wir unsere Beziehung weiter heimlich führen wollten, weil wir dachten es wäre ein ziemlicher Schock für die anderen. Doch langsam war ich nicht mehr so glücklich mit unserer Abmachung, immerhin waren wir schon fast 1 ? Monate zusammen, warum sollte wir es nicht endlich „öffentlich“ machen, doch ich spürte, dass Joey irgendetwas zurück hielt. Ich lies mir zwar nichts anmerken, aber es verletzte mich jedes mal, dass er sofort auf Distanz ging, wenn er nur das Gefühl hatte es könnte uns jemand überraschen. Ich war mir nicht sicher, war es Angst, dass die anderen uns nicht verstehen konnten, weil wir uns schon so lange kannten oder war das Problem doch mein Alter und es war ihm peinlich. Seit meinem Gespräch mit Sandy hatte ich noch ein paar mal darüber nachgedacht ob es mit uns gut gehen konnte und war mir nicht mehr so sicher wie am Anfang. Doch ich schob die Zweifel beiseite und genoss jede Minute, die ich mit Joey verbrachte.

~~~~~~~

Noch nie hatte ich so eine Beziehung gehabt, es war jedes Mal als würden wir uns das erste Mal treffen. Ich entdeckte an Kat ständig neue Dinge die mich faszinierten, wir führten oft stundenlange Gespräche, wir vergaßen dann einfach die Zeit. Und natürlich schliefen wir auch miteinander, mit ihr war es jedes Mal wie im Traum, aufregend neu und vertraut zugleich. Eigentlich war alles perfekt, nur unser Versteckspiel wurde immer anstrengender und ich merkte, dass es Kat weh tat, dass ich nicht zu ihr stand und die Beziehung verheimlichen wollte. Ich war mir nicht mehr sicher ob es eine gute Idee war weiter ein Geheimnis aus unserer Beziehung zu machen. Ich liebte sie und das konnte doch die ganze Welt wissen. Mir war zwar klar, dass am Anfang alle geschockt sein würden, doch sie kamen sicher damit klar. Also werden wir unsere Beziehung offiziell machen, dachte ich bei mir als wir wieder einmal auf der Couch im Wohnzimmer kuschelten. Wenn Kat einverstanden war würden wir heute am Abend die Bombe platzten lassen.

Ich küsste Kat auf die Nasenspitze und strich ihr sanft übers Gesicht, da sie eingedöst war verzog sie schlaftrunken das Gesicht, woraufhin ich sie küsste. Sie erwiderte meinen Kuss und mir wurde heiß, so wie es mir immer in ihrer Nähe ging. Ich wollte mehr, doch sie schob mich sanft aber bestimmt von sich weg. „Sandy kommt sicher bald nach Hause, lass uns lieber nach oben gehen, da sind wir sicherer“, erklärte sie mir lächelnd und zog mich von der Couch hoch. Ich umarmte sie und wollte sie gerade küssen, als wir Gelächter und Gepolter vor der Tür hörten und es dann klopfte. „Ich gehe schon mal vor, egal wer es ist versuch' ihn loszuwerden. Ich warte auf dich.“ Schon war sie die Treppe hinaufgelaufen.



„Na, Junge, was haben wir da sehen müssen, das war doch nicht gerade die kleine Freundin deiner Schwester“, war das erste das meine Freunde sagten als ich ihnen die Tür öffnete. Verdammt was wollte die denn hier, ich hatte ihnen doch gesagt, dass ich heute keine Zeit hatte. Und was sollte diese dämliche Aussage, das kann ihnen doch egal sein und woher wusste sie es überhaupt. Scheinbar hatte sie meinen verwirrten Gesichtausdruck bemerkt, denn sie deuteten grinsend auf das Fenster neben der Tür, verdammt der Vorhang war zur Seite geschoben, man konnte das ganze Wohnzimmer sehen. Na toll, aber eigentlich auch egal, dann würden sie halt die Ersten sein die von uns erfahren würden. „ Na sag schon, wie ist es mit der Kleinen, die ist doch nicht älter als 14, oder?“ stichelten sie weiter und konnten sich vor Lachen kaum halten. „Also erstens ist sie 16 und zweitens ...“, begann ich zu erklären „... und zweitens hab' ich nichts mit ihr.“ „Aber sie ist doch an dir drangehängt und hat dich angeschmachtet.“ „ Ach nein, die Kleine ist halt ein bisschen in mich verknallte und versucht es immer wieder, ich hab' sie aber gleich nach oben geschickt, damit sie mit ihren Puppen spielen kann.“

Hatte ich das gerade wirklich gesagt, ich war fassungslos über mich selbst, aber ich konnte mir vor meinen Freunden doch keine Blöße geben. Sie haben sich über mich lustig gemacht, da hab' ich nicht mehr nachgedacht. Wie konnte ich nur so über Kat reden, sie war doch allen meinen Freunden zusammen überlegen, und ich habe sie als kleines, verliebtes Mädchen dargestellt. Toll gemacht, Joey. Gottseidank hatte Kat nicht davon mitbekommen.

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Geschockt stand ich oben im Schatten am Treppengeländer, hatte ich gerade richtig gehört, ich bin nur ein verliebtes kleines Ding, das ihm lästig ist. Ich konnte es nicht fassen, doch ich hatte es mir meinen eigenen Ohren gehört. Jetzt wurde mir auch der Grund klar warum er mich geheimgehalten wollte, fürs Bett war ich gut genug, aber ansonsten schämte er sich für mich. Wie er dabei gegrinst hatte, so als ob ihm unsere Liebe nie etwas bedeutet hätte.

’Ok, du musst dich jetzt zusammenreißen und einfach gehen und auf keinen Fall weinen’. Nein ich würde keine Schwäche zeigen, er sollte nicht sehen wie tief er mich verletzt und wie viel er mir bedeutete hatte. ’Also los, Kopf hoch und runter die Treppe, und schau ihm in die Augen, zeig ihm, dass dir seine Worte egal sind, auch wenn er dir damit das Herz gebrochen hat’, sagte ich zu mir selbst, biss mir fest auf die Lippen und ging die Treppe hinunter.

Als mich Joey entdeckte, schaute er mich anfangs verdutzt an, doch als er mir in die Augen sah versteinerte seine Mine. Ich sah Entsetzen in seine Augen und noch etwas was ich nur als Schmerz deuten konnte. Er tat mir in dem Moment so furchtbar leid, er sah wie ein verschrecktes Tier aus, so ängstlich und hilflos. Ich wollte ihn schon anlächeln und in den Arme nehmen, doch dann hörte ich wieder seine Worte in meinem Kopf ’... Kleine ... bisschen verliebt ... nach oben geschickt ... Puppen spielen ...’. Ich merkte wie meine Augen feucht wurden, ich musste mich beeilen, wenn ich das ganze mit Stolz über die Bühne bringen wollte. Schnell lief ich die letzten Stufen hinunter, würdigte Joey’s Freunde keines Blickes und öffnete die Tür. Auf der Schwelle drehte ich mich noch einmal zu Joey um, sah ihn in die Augen, räusperte mich, „ich geh dann mal, noch viel Spaß heute“, sagte ich mit heiserer Stimme. Kaum hatte ich die Tür hinter mir zugezogen, rollte die erste Träne über meine Wange.

„Ich glaube du hast ihr jetzt das Herz gebrochen“, darauf folgte Gelächter, das war alles was ich noch hörte als ich loslief. Ich wusste nicht wohin, einfach nur weg, weg von den Stimmen die immer sagten ’du hast ihr das Herz gebrochen’, ja es stimmte er hatte mir das Herz gebrochen. Doch dass es so war, das schwor ich mir, sollte er nie erfahren.



Drei Tage später war ich wieder bei Sandy, wir wollten gemeinsam Koffer packen und gemeinsam übernachten, denn am nächsten Tag war unsere Klassenreise angesagt. Wir flogen für zwei Wochen nach New York und Washington, so eine Art Geschichtsunterricht mit Ferien verbunden. Sogar ich freute mich, obwohl mir das Lachen immer noch schwer fiel.

Joey hatte sich die ganzen drei Tage nicht bei mir gemeldet, er hatte nicht einmal versucht mit mir zu reden, alles aufzuklären und sich zu entschuldigen. Ich war mir sicher ich hätte ihm vergeben, wenn er es nur versucht hätte, ich liebte ihn einfach so sehr. Doch es kam nichts, daraus konnte ich einfach nur schließen, dass es nichts zu entschuldigen gab, es war kein Missverständnis er hatte es ernst gemeint. Auch er hatte mich nur ausgenutzt und nur mit mir ins Bett wollen, wahrscheinlich ist er auch noch ganz stolz auf sich, er hat die Freundin seiner kleinen Schwester flachgelegt, was für ein Held.

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Als Sandy noch einmal fort ging um etwas zu besorgen sah ich endlich meine Chance mit Kat zu reden. Drei Tage fürchtete ich mich jetzt schon vor diesem Gespräch, ich weiß nicht wie oft ich den Telefonhörer schon in der Hand hatte und ihre Nummer wählen wollte, ich hatte sogar eine ganze Nacht im Auto vor ihrem Haus verbracht und nicht den Mut gefunden bei ihr zu klopfen. Was sollte ich auch sagen, ’es tut mir leid’, wie könnte ich das Gesagte mit so einer Floskel aus der Welt schaffen. Ich hatte sie zu sehr verletzt, das konnte ich in ihren Augen sehen, als sie die Treppe heruntergekommen war, es hat mir fast das Herz zerrissen.

Leise klopfte ich an die Tür und trat in den Raum. Kat saß im Schneidersitz vor ihrem Koffer und versuchte noch ein paar Shirts unterzubringen. Sie sah so süß aus, am liebsten hätte ich sie sofort umarmt. „Hast du was vergessen?“ lächelnd drehte sie sich um, doch es verschwand sofort als sie mich sah. „ Ach du bist es, was gibt es denn?“ Ich war von der Kälte ihrer Stimme geschockt. „Ich... Ich wollte mit dir reden, du weißt schon wegen ...“ weiter kam ich nicht denn sie unterbrach mich. „Schon ok du brauchst dich nicht entschuldigen, ich hab' das ganze doch auch nur als Spaß gesehen, es war doch klar das es mit uns nichts werden hätte können. Du musst jetzt nicht so tun, als ob es dir leid tun würde, wir hatten beide unseren Spaß und das war es dann auch. Ein bisschen Sex ganz ohne Verpflichtungen, so etwas braucht man halt dann und wann, ist doch nichts dabei.“ Sie lächelte mich an, stand auf und gab mir ein Küsschen auf die Wange, „Mach dir bloß keine Gedanken, mir geht es gut, ich bin doch ein großes Mädchen.“

Ich ging einen Schritt zurück, das konnte nicht wahr sein, doch als ich in ihre Augen sah, war da kein bisschen Trauer oder Schmerz zu sehen, nicht einmal Hass, da war gar nichts, sie meinte es also ernst. „Na dann bin ich ja froh, ich hab' schon befürchtet du siehst das anders. Aber jetzt bin ich beruhigt, dann ist ja alles in Ordnung. Wir hatten unseren Spaß und das war es dann auch. Ich wünsch dir eine schöne Reise, schlaf' gut“, sagte ich mit fester Stimme und ging zurück in mein Zimmer. Nachdem ich die Tür hinter mir geschlossen hatte, rutschte ich an ihr herunter und vergrub meinen Kopf in meinen Armen. Das war es also dann, so sah sie unsere Beziehung. Ich spürte wie mir die Tränen in die Augen stiegen, sie hatte mich verletzt, wahrscheinlich wusste sie gar nicht wie sehr, ich hatte mich wirklich in sie verliebt aber sie sah das alles nur als Spiel.

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Ich atmete tief durch, das war Wahnsinn, hatte ich das gerade wirklich alles gesagt. Ich wusste gar nicht wie viel Mut ich hatte, ich hätte nicht gedacht das ich es schaffen würde, und ganz ohne feuchte Augen. Ich war einfach ganz ruhig, ich wollte mir keine Blöße geben, schon gar nicht vor ihm. Und dann das Küsschen, ich glaube das hatte ihn überzeugt, dass es mir egal war was zwischen uns passiert war.

Doch das war es mir nicht, überhaupt nicht. Ihm konnte ich vielleicht etwas vorspielen aber bei mir selbst ging das leider nicht, und auch Sandy merkte, dass etwas nicht stimmte als wir am Abend im Bett lagen. Natürlich wollte sie wissen warum ich die letzten Tage so ruhig und verschlossen gewesen war, ob etwas passiert war oder ob es Probleme in meiner Beziehung gab. Da brach es aus mir heraus, ich musste es jemanden sagen. „Es ist aus...“, brachte ich mit tränenerstickter Stimme hervor und unter ständigen Weinkrämpfen erzählte ich ihr die ganze Geschichte, wie er mich verletzt, mir das Herz gebrochen hat. Nur seinen Namen verschwieg ich, den sollte niemand erfahren. „ So ein verdammter Mistkerl!“ war alles was Sandy sagen konnte so erschüttert war sie über meine Ausführungen. Sie drückte mich an sich und versuchte mich zu beruhigen, doch ich konnte einfach nicht aufhören zu weinen. Doch irgendwann schlief ich dann doch vor Erschöpfung ein, wahrend wir Sandy übers Haar strich und mich an sich drückte.

Am nächsten Tag ging es dann ab nach New York. Ich war froh, endlich bekam ich Abstand zu Joey, vielleicht konnte ich ihn so vergessen.

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[size=99px]Disclaimer:Alle Charaktere sind frei erfunden und jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt. Alle beschriebenen Ereignisse und Plätzesind frei erfunden. Es wird auch kein finanzieller Nutzen aus dieser Geschichte gezogen.[/size]
10-16-2006 04:39 PM
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seregil Offline
Hauptrolle
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Beitrag #2
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einfach wunderschön.. ist was für meine romantische Welle auf der ich gerade reite.. lächel...
hoffe deine Muse küsst dich ganz bald wieder.. zwinker
10-17-2006 07:05 PM
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gelöschtes Mitglied Offline
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Beitrag #3
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Sehr sehr schön geschrieben meine Süße..Hut ab!
Durft ja auch schonmal probelesen <img src="Smileys/smilies/ironie.gif" alt="" title="" />

Weiter so!

Kuss
10-17-2006 07:14 PM
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gelöschtes Mitglied Offline
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Beitrag #4
1000 mal berührt
So dann kommt hier dann mal gleich der zweite Teil. Viel Spaß beim Lesen.

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Teil 2

Müde fiel ich auf mein Bett, die Reise nach New York war zwar schön gewesen, aber ich war auch froh endlich wieder zu Hause zu sein. Obwohl wir viel Sightseeing gemacht haben und von einem Museum zum nächsten rannten, hatten wir auch noch genug Zeit um uns zu vergnügen, und das taten wir. In diesen zwei Wochen hatte ich zwar oft an Joey gedacht doch der Schmerz hatte etwas nachgelassen, wozu auch Tom, ein Klassenkollege, beigetragen hatte. Er hatte mir ständig Komplimente gemacht und meine Nähe gesucht, ich fühlte mich zwar geschmeichelt aber das war auch schon alles was ich für ihn empfand. Doch er brachte mich zum Lachen und gab mir eine Möglichkeit an etwas anderes zu denken als an Joey durch seine Schmeichelein. Doch ich spürte das er mehr wollte, wozu ich aber nicht bereit war. Dennoch gab ich ihm das Versprechen mit ihm auszugehen wenn wir wieder zurück wären, er gab mir das Gefühl begehrt zu sein und das war alles was ich im Moment brauchte.

Eine Woche später hatte ich dann mein ?Date? mit Tom, er wollte mich unbedingt abholen, deshalb kam Sandy auf die Idee, dass ich bei ihr auf ihn warten sollte. Obwohl ich Joey eigentlich noch nicht wiedersehen wollte, stimmte ich zu, da sie sich so freute, das ich wieder lachen konnte. Ich war mir auch nicht ganz sicher ob sie nicht bei der ganzen Sache ihre Finger im Spiel hatte, wieso hatte Tom plötzlich solches Interesse an mir. Aber wenn es so war konnte ich es ihr auch nicht übel nehmen, sie wollte mich glücklich sehen, doch das war ich nicht mit Tom, fröhlich vielleicht aber glücklich konnte ich nur mit Joey sein. Oh ja Joey, wo war der überhaupt, ich hatte ihn den ganzen Tag nicht im Haus gesehen, ob er wohl schon eine Neue hatte die älter war als ich, die er wirklich liebte. Ich musste damit aufhören über ihn nachzudenken, ich spürte wie meine Augen feucht wurden und das wollte ich nicht, es sollte ein schöner Abend mit Tom werden und ich wollte an sonst nichts Anderes denken.

Da läutete es auch schon an der Tür und Sandy und ich liefen nach unten. Tom gab mir zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange woraufhin ich lächeln musste, er war einfach ein richtiger Gentleman.

~~~~~~~

Wer war der Typ bei Kat, sie sah ja richtig glücklich aus. Ich stand oben im Schatten am Treppengeländer und beobachtete heimlich was unten geschah. Ich hatte sie jetzt drei Wochen nicht gesehen und die ganze Zeit gehofft, dass alles nur ein Missverständnis war und wir wieder zueinander fanden. Den ganzen Tag bin ich ihr aus dem Weg gegangen, dabei wollte ich sie unbedingt sehen, doch ich konnte nicht es tat zu sehr weh. Und jetzt sah ich das es stimmte, sie hatte scheinbar wirklich nur mit mir gespielt, sie hatte schon einen Neuen.

?Na Schwesterchen, wieso grinst du denn so?? ? Ach es ist nur weil Kat endlich wieder fröhlich ist, die zwei passen doch gut zusammen, oder?? ? Ist das denn ihr neuer Freund, oder so?? ?Ja ich glaube schon, ich hab' ein bisschen Kupplerin gespielt.? Also war es wahr, sie hatte wirklich schon eine neue Beziehung und uns ganz vergessen, ich konnte nicht glauben das sie so kalt war. Von meinem Fenster sah ich ihnen zu wie sie ins Auto stiegen. Von irgendwo kannte ich diesen Tom, aber wahrscheinlich hatte ich ihn nur einmal flüchtig gesehen, als ich Sandy von der Schule abgeholt habe.

Ich sah ihnen noch lange nach als sie die Straße entlang fuhren, er hatte jetzt das wofür ich zu feig war zu kämpfen. Er durfte sie küssen, sie berühren, ihre sanfte Stimme hören und ihren heißen Atem spüren wenn sie erregt war. Wieso er, wieso nicht ich? Ich weiß nicht wie lange da saß, in die Dunkelheit starrte und an unsere gemeinsame Zeit dachte, an unsere ersten Küsse in der Küche, unsre erste Nacht als ich schon dachte zu weit gegangen zu sein. Es war so schwer zu verstehen, dass sie nie etwas für mich empfunden hatte, sie war einfach kein Mädchen das nur auf Sex aus war, sie wollte geliebt werden und sich Zeit lassen.

Plötzlich wusste ich wieder woher ich diesen Tom kannte, er und seine Kumpel saßen gestern bei Starbucks hinter mir und haben sich über irgendein Mädchen unterhalten. Tom meinte nur, dass er sie morgen flachlegen würde, morgen könnte sie ihn nicht mehr vertrösten. Seine Freunde brachen in Gelächter aus und wünschten ihm Glück, doch er meinte nur, dass das nicht nötig wäre, Kat würde schon machen was er wollte und wenn nicht dann ... . Den Rest des Gesprächs konnte ich nicht mehr verstehen, da sie zu flüstern begannen, aber ich hatte mir auch nichts dabei gedacht, wahrscheinlich redeten sie nur so um cool zu sein, mir fiel nicht einmal wirklich auch, dass sie den Namen Kat erwähnten, weil ich alles für eine Spinnerei hielt. Aber jetzt war Kat mit diesem Typen aus und ich war mir nicht mehr so sicher ob das alles nur Prahlerei war, ich wollte mir gar nicht vorstellen war er ihr antun könnte.

Ich stürmte in Sandy?s Zimmer, die mich ziemlich verdutzt ansah. ?Was ist denn mit dir los?? ?Wo ist Kat mit diesem Typen hin, los sag schon!? ? Bist du etwa eifersüchtig?? ?Ja natürlich ... äh nein ... ich meine ... ich weiß was er mit ihr vorhat.? Sandy sah mich misstrauisch an als ich rot anlief, ich hatte mich verraten aber das war jetzt auch egal, ich musste Kat ? meine Kat ? beschützen. ?Dann bist du also der Mistkerl der ihr das Herz gebrochen hat, ich hab' ja schon länger den Verdacht gehabt, dass zwischen euch was läuft. Ich hätte aber nie von dir gedacht, dass du sie so ausnützen würdest du Schwein.? ? Ja der bin ich, aber es war ... was hast du gesagt ... ich habe ihr das Herz gebrochen?? War es möglich, dass sie mich doch liebte und mir alles nur vorgespielt hatte um stark zu sein. ? Natürlich du Idiot, sie hat dich geliebt und ich bin mir sicher sie liebt dich immer noch, du Idiot!? ? Aber das war alles ganz anders ...? begann ich zu erzählen und klärte Sandy schnell über die Geschehnisse auf und Sandy erzählte mir dann die andere Seite der Geschichte, alles was ihr Kat erzählt hatte. So schien endlich Klarheit in die ganze Sache zu kommen, Kat dachte ich nutze sie nur aus, woraufhin sie mir vorgespielt hatte sie hätte nur Spaß gemacht, was ich ihr glaubte und so indirekt ihre Vermutung bestätigte. Aber was am wichtigsten war, sie liebte mich. ?Wo sind sie hin, Sandy bitte du weißt es sag es mir. Ich muss ihr helfen, ich weiß nicht was der Mistkerl mit ihr vorhat.? ?Na gut, sie sind zum See gefahren, sie wollten dort einen romantischen Spaziergang machen, oder so.? ?Danke, du hast was bei mir gut?, ich lief sofort los. ?Brich ihr nur nicht wieder das Herz!? rief mir Sandy noch nach.

Ich raste mit dem Auto Richtung See, mein einziger Gedanke galt Kat, würde ich noch rechtzeitig kommen. Kurz bevor ich den See erreichte, kam mir ein bekanntes Auto entgegen. Als meine Scheinwerfer den Innenraum beleuchteten konnte ich Tom erkennen, der einen ziemlich großen Kratzer auf der Wange hatte. Aber wo war Kat, sie saß eindeutig nicht im Auto, er hatte doch nicht etwa ... weiter konnte und wollte ich nicht denken. Als ich am See war sprang ich aus dem Auto, wo sollte ich nur nach Kat suchen, der See war groß. Dann sah ich eine Gestalt, die Kat ähnlich sah, auf einer Bank sitzen und als ich näher kam erkannte ich das es sich wirklich um Kat handelte. Sie saß zusammengekauert mit dem Rücken zu mir auf der Bank und ich konnte erkennen, dass ihre Bluse zerrissen war und sie weinte. Oh nein, ich war also zu spät gekommen.



So ein Schwein, aber dem hab' ich?s gezeigt, der probiert das kein zweites mal. Ich sah auf meine Hand, unter den Fingernägeln hatte ich immer noch kleine Hautfetzen von Tom?s Wange, dass würde ihn sicher noch eine Weile beschäftigen. Bei dem Gedanken wie er seine Verletzung erklären würde musste ich fast grinsen, doch eigentlich war mir zum Heulen zumute. Ich musste überlegen was ich jetzt mache sollte, wie würde es denn aussehen, wenn ich jetzt mit der zerrissenen Bluse nach Hause gehen würde. Nein ich musste warten bis es später war, dann würde es sicher keiner merken wenn ich mich ins Haus schlich.

Wieso war ich eigentlich so dumm mit diesem Typen auszugehen, ich wusste doch gleich, dass er nur das eine wollte, aber das er es auf eine so dreiste Art einforderte hat mich dann doch überrascht. Aber eigentlich wusste ich den Grund warum ich mich auf Tom eingelassen hatte ganz genau, ich wollte Joey vergessen, ihn in mir auslöschen als ob nie etwas gewesen wäre.

Ich merkte zuerst gar nicht, dass mir Tränen über die Wangen liefen, erst als sie auf meine Hand tropften bemerkte ich, dass ich weinte. Ich weinte aus Wut, ich war wütend auf mich selbst, warum hatte ich mich in Joey verliebt, wieso ausgerechnet er und wieso hatte er alles zerstört? Ich wollte nicht mehr an ihn denken, ich wollte ihn aus meinem Herzen und Gedächtnis streichen, es war einfach zu schmerzhaft ihn zu sehen, aber ihm nicht nahe sein zu können.

Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner Schulter, hatte der Idiot denn noch nicht genug, wollte er sich also noch eine einfangen? Wenn es ihn dann besser ging, warum nicht. Wütend drehte ich mich um und erstarrte.

~~~~~~~

?Joey?, flüsterte sie erschrocken und ich sah wie ihr Tränen über die Wangen liefen. Sie sah so klein und hilflos aus, am liebsten hätte ich sie ja sofort in den Arm genommen, aber ich wusste nicht ob sie es auch wollte. ?Was machst du denn hier?? Sie versuchte die Tränen wegzuwischen, aber es kamen immer wieder neue. ? Ich habe gestern durch Zufall mitgehört was dieser Typ vorhatte, ich wusste da aber nicht wer er war, aber als ich dich heute mit ihm wegfahren gesehen habe, wusste ich wen er gemeint hatte. Da konnte ich nicht anders ich musste dich suchen. Was ist denn passiert, das Schwein hat doch nicht ... ? ?Das einzige was er hat? unterbrach sie mich grinsend ?ist eine große Schramme auf der Wange.? Gott sei dank ihr war nichts passiert, das hätte ich mir nie verzeihen können.

Ich setzte mich neben sie auf die Bank und sah ihr in die Augen. ?Aber was kümmert dich das denn, kann dir doch egal sein was ich mit wem mache?, stieß sie beleidigt hervor und drehte ihr Gesicht weg. ?Wie kannst du denn so über mich denken?, ich nahm ihr Gesicht in beide Hände und zwang sie mir in die Augen zu sehen, ? Weißt du denn nicht wie viel du mir bedeutest?? ?Aber ... ?, ich legte ihr eine Finger über den Mund, jetzt wollte ich reden, ich musste einfach alles loswerden was mich bedrückte, nur so hatten wir eine zweite Chance. ? Du bist jetzt still und hörst mir nur zu, verstanden??, als sie nickte fuhr ich fort, ?Ich weiß, dass ich dich verletzt habe mit all dem was ich gesagt habe, ich weiß nicht warum ich so reagiert habe, ich glaube sie haben mich einfach überrascht. Ich halte dich nicht für naiv und jung, du bist das beste, dass mir je im Leben passiert ist, ich liebe dich und ich weiß, dass es bei dir genauso ist.? Eine einzelne Träne rann über mein Gesicht. ? Du weißt gar nicht wie sehr du mich verletzt hast als du mir gesagt hast, dass alles nur Spaß gewesen war, ich hatte dir geglaubt und dachte ich hätte dich verloren.? ?Du mich verloren? Du Spinner , du kannst mich doch gar nicht verlieren, dafür liebe ich dich doch zu sehr?, flüsterte sie lächelnd, küsste mich sanft auf den Mund und wischte mir die Träne aus dem Gesicht. Sofort war wieder diese Wärme in mir, die ich immer spürte wenn sie mich berührte. Ich zog sie in meine Arme und drückte sie fest an mich, endlich hörte sie auf zu weinen und kuschelte sich mit einem Seufzer an meine Brust.



Wir saßen noch lange engumschlungen auf der Bank am See und redeten, wir redeten über alles was passiert war, was wir empfunden hatten, über unseren Schmerz. Endlich war alles aus der Welt geschafft, all die Missverständnisse und der verletzte Stolz, nichts stand uns mehr im Weg, wir gehörten zusammen, dass wussten wir jetzt und es sollte alle erfahren.

Es war schon lange nach Mitternacht als wir zu Hause ankamen. Als wir Hand in Hand die Treppe hinaufgingen, öffnete Sandy ihre Tür einen Spalt und sah mich erschrocken und fragend an, als sie Kat?s zerrissene Bluse und ihre geröteten Augen sah. ?Alles in Ordnung, es ist nichts passiert?, formte ich tonlos mit den Lippen, Sandy hatte verstanden und schloss grinsend die Tür. Kat hatte von dem allen nichts mitbekommen.

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Joey zog mich sanft in sein Zimmer und führte mich zu seinem Bett, er setzte sich neben mich, nachdem ich mich darauf ausgestreckt hatte und sah mich nur an. Ich musste grinsen als ich seinen niedlichen Dackelblick sah, der zu fragen schien ?willst du??. Natürlich wollte ich ihn, und nur ihn, also zog ich ihn zu mir herunter und küsste ich leidenschaftlich. Ich war so glücklich, endlich hatte ich ihn wieder, wieso hatten wir es uns nur so schwer gemacht, nur weil wir nie darüber geredet hatten hätten wir uns fast verloren. Aber jetzt konnte uns nichts mehr trennen, nicht meine Mutter, sein Vater oder unsere Freunde, dass hoffte ich zumindest. Schnell schob ich diese trüben Gedanken beiseite, jetzt war jetzt und was kommen würde würden wir morgen sehen. Ich lies mich einfach fallen und genoss seine Nähe, es wurde noch eine wundervolle Nacht ... .



Der nächste Tag war ein Sonntag, es war wie immer Brunch bei den Saywer?s angesagt und es war üblich, dass meine Mutter, mein Bruder und ich dabei waren. Meine Mutter und Mr. Saywer waren schon so lange befreundet wie ich denken kann, sie hatten sich damals am College kennen gelernt. Er hatte sie unterstützt als sie sich von meinem Vater scheiden ließ und sie war für ihn, Sandy und Joey da, als Mrs. Saywer vor fünf Jahren starb. Seit dieser Zeit gab es auch den wöchentlichen Sonntagsbrunch, mit allem drum und dran.

Wir standen Arm in Arm unschlüssig vor der Tür zur Küche, wir hatten etwas Angst was die anderen sagen würden. Nachdem wir uns noch einmal geküsst hatten stießen wir auch schon die Türe auf. ?Na, hattet ihr eine heiße Nacht?? fragte uns Sandy grinsend. Wir ignorierten ihre Bemerkung und setzten uns an de Tisch, bis jetzt hatte noch keiner außer Sandy einen Ton gesagt alle sahen uns nur gespannt an. ?Ähm ... wir haben ... ähm ... eine Neuigkeit für euch, wir ... ähm ... haben uns verliebt und ... ähm ... sind jetzt ein Paar ...? , wir warteten auf einen Protest unserer Eltern, doch die lachten nur. ?Und wo ist jetzt die Neuigkeit? Das haben wir schon vor ein paar Wochen bemerkt. Ihr habt es doch nicht etwa wegen uns geheimgehalten?? Sie hatten also nichts dagegen, nur mein Bruder sah uns etwas verdutz an, so etwas hatte er mir wahrscheinlich nicht zugetraut, ich war ja nur seine kleine Schwester. ?Das kann ich nicht zulassen!? sagte er ernst, wir waren geschockt, sollte er unserem Glück etwa im Wege stehen. Als er unsere Gesichter sah musste er lachen und stand auf. ?War nur ein Scherz, ich freu mich für dich Schwesterchen?, er umarmte mich von hinten, legte dann seine Hände auf Joey?s Schultern und setzte eine ernste Miene auf. ?Aber du weißt was dir passiert wenn du ihr wehtust?, er fuhr mit der Hand über Joey?s Hals. Wir konnten nicht anders wir mussten alle loslachen, mein Bruder der große Rächer, es war einfach zu komisch. ? Nein im Ernst, kümmere? dich gut um die Kleine?, er reichte Joey die Hand. ?Worauf du dich verlassen kannst?, sagte Joey und zwinkerte mir dabei zu. Ich war nur glücklich alle akzeptierten unsere Beziehung, schöner hätte es nicht sein können. Wir hatten uns also umsonst Sorgen gemacht.



Als Sandy und ich am Montag aus dem Schulgebäude kamen, sah ich Joey schon am Campus stehen, er hatte versprochen mich abzuholen und ich war schon gespannt was meine anderen Freunde für Augen machen würden. Als Tom, der ein großes Pflaster auf der Wange trug, an ihm vorbei ging, hielt er ihm am Arm fest. ?Hey, was willst du Penner?? ?Ich weiß was am Samstag abgelaufen ist, wenn so etwas noch einmal bei einem Mädchen versuchst dann kannst du was erleben. Verstanden?? fauchte Joey ihn an. Tom war sichtlich eingeschüchtert, gab Joey das Versprechen, dass es nie wieder passieren würde und wollte schon weitergehen, als ihn Joey noch einmal zurück zog. ?Und wenn du meine Freundin noch einmal anfasst, dann passiert dir mehr als diese Schramme?, sagte er so laut das es alle hören konnten. Tom nickte nur und ging schnell weiter, drehte sich dann aber noch einmal um. ?Und wer soll eigentlich deine Freundin sein?? rief er Joey zu, der mich als Antwort in die Arme nahm und leidenschaftlich küsste. Das war Antwort genug.

~~~~~~~

Nachdem jetzt schon fast alle von unserer Beziehung wussten, fehlten nur noch meine Freunde. Ich traf mich am Nachmittag mit ihnen bei Starbucks, Kat und ich wollten sie so richtig verblüffen, sie sollten sich richtig dumm vorkommen.

Wir saßen gemütlich beisammen, als mich Peter, mein bester Freund, anstieß und in die Richtung der hinter mir liegenden Tür deutete. ?Hey ist das nicht die Freundin deiner Schwester, verfolgt die dich etwa, sie kommt nämlich genau auf dich zu.? ?Ach wirklich, na dann steh ich halt mal auf und frag sie was sie will.? Ich konnte mir ein Grinsen nur schwer verkneifen, doch ich zwang mich zu einer ernsten Miene und stand auf. ?Hi Kat, zu wem willst du denn?? fragte ich sie mit gespielten Desinteresse. ? Ich wollte zu dir, was denkst du denn?? ?Na dann bin ich ja froh, ich dachte schon du willst zu einem anderen, das hätte ich nicht zulassen können?, antwortete ich ihr als ich sie zu mir zog, umarmte und dann küsste. Meine Freunde sahen uns ziemlich verwirrt an. ?Ich hoffe ihr hab' kein Problem damit, dass Joey mit so einem jungen Küken zusammen ist?? Kat lächelte sie entwaffnend an. ? Nein ... äh ... wieso auch ... äh ... hey sorry ... äh .... wir haben das damals nicht so gemeint ... äh ... ist ja eigentlich wirklich nichts dabei?, stotterte Peter, dem Kat?s Anspielung sichtlich peinlich war, da er leicht rot anlief. ?Na dann ist es ja gut. Keine Angst ich nehme es euch eh nicht mehr übel. Uns wie sieht?s aus, ist noch Platz für mich am Tisch?? Kat grinste, drehte sich zu mir um, gab mir einen Kuss und setzte sich neben Peter. Wir verbrachten noch einen vergnüglichen Nachmittag, meine Freunde hatten Kat eindeutig unterschätzt, sie schlossen sie richtig ins Herz und bestanden sogar darauf, dass sie am Wochenende zu unseren, als ?Men Only? geplanten, Campingtrip mitkommen sollte. Ich merkte wie sie mich um meine tolle Freundin beneideten.

Plötzlich legte Kat ihre Hand auf meinen Oberschenkel und fuhr langsam auf und ab, ich wusste was sie wollte. ?Ich glaube wir werden dann jetzt mal gehen, es ist schon ziemlich spät?, sagte ich schnell und zwinkerte Kat zu. Meine Freunde verstanden was los war und wünschten uns grinsend noch einen schönen Abend.

~~~~~~~

Als wir bei Joey ankamen, saßen Mr. Sawyer und Sandy in der Küche. ?Wollt ihr mit uns Abend essen? Es ist noch genug da?, rief uns Joey Vater zu. ?Nein danke, wir gehen gleich nach oben, war ein anstrengender Tag, Dad.? Wir hatten keinen Hunger, jedenfalls nicht auf Essen. ? Na dann noch viel Spaß ... ich meine natürlich Gute Nacht?, rief uns Sandy zu und fing mit ihrem Vater zusammen zu lachen an. ? Geht in Ordnung Schwesterchen!?

Am Treppenansatz hob mich Joey hoch und trug mich wie schon einmal in seine Zimmer. ?Weißt du eigentlich das du das Beste bist das mir je passiert ist? Ich liebe dich?, flüsterte er mir ins Ohr. ? Du verdienst auch nur das Beste vom Besten?, kicherte ich, doch als es mich voll Verlangen ansah wurde ich wieder ernst. ? Ich liebe dich auch?, murmelte ich noch bevor Joey mit seinen Lippen meinen Mund verschloss. Er hielt mich immer noch in den Armen also stieß ich mit dem Fuß die Zimmertüre zu, heute würde uns sicher keiner mehr zu Gesicht bekommen.

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10-17-2006 10:10 PM
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FrankJScott Offline
FrankJScottZZ
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11-24-2021 04:37 PM
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